ArbeiterKind.de begrüßt Möglichkeit zur Ratenzahlung des Semesterbeitrags in Berlin
Berliner Abgeordnetenhaus greift Vorschlag von ArbeiterKind.de auf und ändert das Hochschulgesetz
Berliner Abgeordnetenhaus greift Vorschlag von ArbeiterKind.de auf und ändert das Hochschulgesetz
Berlin, 28.01.2026 – ArbeiterKind.de begrüßt die vom Berliner Abgeordnetenhaus beschlossene Änderung des Berliner Hochschulgesetzes, die es Studierenden künftig ermöglicht, den Semesterbeitrag in Raten zu zahlen. Der entsprechende Beschluss wurde am 12. Januar 2025 gefasst und tritt nach Veröffentlichung im Gesetz- und Verordnungsblatt diese Woche in Kraft.
Im September 2024 hatte Katja Urbatsch, Gründerin und Geschäftsführerin von ArbeiterKind.de, im Ausschuss für Wissenschaft und Forschung des Berliner Abgeordnetenhauses darauf aufmerksam gemacht, dass der Semesterbeitrag für viele Studierende, insbesondere aus nichtakademischen und weniger vermögenden Familien, beim Zugang zur Hochschulbildung eine erhebliche Hürde darstellt.
„Wir freuen uns sehr, dass unser Vorschlag aufgegriffen wurde“, erklärt Katja Urbatsch. „Die Möglichkeit der Ratenzahlung mag auf den ersten Blick eine kleine Änderung sein – für viele Studierende kann sie jedoch darüber entscheiden, ob ein Studium überhaupt aufgenommen oder fortgesetzt werden kann.“
ArbeiterKind.de hofft, dass die Berliner Hochschulen das neue Gesetz zügig umsetzen, sodass Studierende schnell von der Ratenzahlung profitieren können. Gleichzeitig appelliert ArbeiterKind.de an die anderen Bundesländer, dem Berliner Beispiel zu folgen und ähnliche Regelungen einzuführen, um finanzielle Hürden im Studium bundesweit abzubauen.
Der Semesterbeitrag muss in der Regel zu Beginn eines Semesters vollständig gezahlt werden und umfasst unter anderem Verwaltungsgebühren und das Semesterticket. Gerade Studierende aus nichtakademischen Familien verfügen häufig über weniger finanzielle Rücklagen und erhalten seltener familiäre Unterstützung. Viele sind auf Nebenjobs, BAföG oder andere unsichere Einkommensquellen angewiesen. Schon kleine Ausfälle bei den Einnahmen oder einmalige Belastungen bei Ausgaben können dazu führen, dass für die Semestergebühren gespartes Geld zum Zahlungszeitpunkt nicht mehr zur Verfügung steht und damit eine Exmatrikulation aus finanziellem Grund droht. Die Möglichkeit, Beiträge in Raten zu zahlen, schafft hier die dringend benötigte Flexibilität und senkt strukturelle Zugangshürden im Hochschulsystem.
ArbeiterKind.de begleitet bundesweit Studierende der ersten Generation auf ihrem Bildungsweg – mit Tausenden ehrenamtlich Engagierten in 80 lokalen Gruppen in ganz Deutschland. Bei Schulbesuchen, durch Mentoring, Infoveranstaltungen, Sprechstunden, ein Infotelefon und eine Online-Community geben sie Tipps und Informationen rund um Studium, Studienfinanzierung und den Berufseinstieg.
Pressekontakt: Wolf Dermann, stv. Geschäftsführer, presse@arbeiterkind.de, 0177 4902775
Pressemitteilung vom 28.01.2026 im PDF-Format
Pressemitteilung "ArbeiterKind.de begrüßt Möglichkeit zur Ratenzahlung des Semesterbeitrags in Berlin"
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